Opéra national de Paris 2017/18: Boris Godounov

Donnerstag, 7. Juni 2018, 19.45 Uhr

Sektempfang ab 19.15 Uhr

2 Std. 10 Min. (keine Pause)

In russischer Sprache mit französischen Untertiteln Als Puschkin 1824 mit Boris Godounov die Arbeit an seinem ersten historischen Drama ufnahm, war ihm nicht wirklich bewusst, mit welchem Titanen er sich messen würde. Erst nach einer eingehenden Lektüre der Werke Shakespeares wagte er sich an die Beschreibung der von Wirren und Unruhen geprägten Herrschaft des Zaren von ganz Russland (1598-1605). Diese politische Fabel, in der Boris den Geist des Kindes, das er ermorden ließ, um den Thron zu besteigen, als Hochstapler auftaucht, erinnert in der Tat an Macbeth. Modest Mussorgski hat diese epische Dichtung in eine Refl exion über die Einsamkeit der Macht umgewandelt und zu einem volkstümlichen Drama umgeschrieben, in dem das ewig leidende russische Volk den wahren Protagonisten stellt. Schon Puschkin fragt sich: „Was ist eine Seele? Eine Melodie, vielleicht…” Der im Umgang mit großen politischen Fresken vertraute Ivo Van Hove präsentiert mit diesem Stück seine erste Inszenierung an der Pariser Oper.

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AB 0 JAHREN / 130 MINUTEN

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Donnerstag
07. Juni