Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluß an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

Hier finden Sie alle Termine als pdf in der Übersicht...

Silberner Löwe, Beste Regie, Venedig 2016

Mo. 8. Januar 2018, 20.00 Uhr:

Paradies

Ray. Von Andrei Konchalovsky mit Julia Vysotskaya, Philippe Duquesne, Peter Kurth u.a., RU/D 2016, 130 Min., schwarzweiß
Frankreich im Zweiten Weltkrieg: Die Exilrussin Olga unterstützt die Widerstandsbewegung und versteckt jüdische Kinder. Doch ihre Tätigkeit fliegt auf. Im Gefängnis fällt sie dem Nazi-Kollaborateur Jules auf, er verspricht ihr eine mildere Bestrafung, sollte sie seinen sexuellen Avancen nachgeben. Doch als Jules verschwindet, wird sie in ein KZ gebracht.
Inmitten dieser Hölle trifft sie auf ein bekanntes Gesicht: SS-Offizier Helmut, der sich in Friedenszeiten in sie verliebte. Helmut stammt wie Olga aus dem europäischen Hochadel, hat sich allerdings im Dritten Reich zu einem glühenden Verehrer Hitlers entwickelt und als SS-Offizier Karriere gemacht. Die Liebesgeschichte nimmt erneut ihren Lauf. Helmut will Olga retten, Olga will sich selbst retten.
Eine mehrfach preisgekrönte Parabel, die brillant drei Schicksale miteinander verknüpft, inszeniert von dem 79-jährigen russischen Autorenfilmer Konchalovsky.

Begleitend zum Weltgebetstag der Frauen am 2. März 2018

Montag, 12. Februar 2018, 20.00 Uhr:

Tomorrow

Demain. Dokumentarfilm von Mélanie Laurent & Cyril Dion. F 2015, 118 Min.
Umweltverschmutzung, Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Ressourcenknappheit. Die Welt hat viele Probleme und die meisten sind uns allen bekannt. Weniger bekannt sind manche der Lösungsansätze. Die französische Schauspielerin Mélanie Laurent und der NGO-Aktivist Cyril Dion begeben sich auf die Spur solcher Initiativen. Ihr Film fordert nachdrücklich zum persönlichen Engagement auf. Eine engagierte Doku, die mit dem César ausgezeichnet wurde.

Preis der Gilde Deutscher Filmkunsttheater, Berlinale 2017

Montag, 12. März 2018, 20.00 Uhr:

The Party

Von Sally Potter mit Kristin Scott Thomas, Patricia Clarkson, Bruno Ganz u.a., GB 2017, 71 Min.
Janet ist zur Gesundheitsministerin im britischen Schattenkabinett ernannt worden. Mit ihrem Mann Bill und ein paar Freunden soll das gefeiert werden. Nach und nach trudeln April und ihr esoterischer Mann Gottfried, der zugekokste Banker Tom und das lesbische Paar Martha und Jinny ein. Als Bill zwei Geheimnisse platzen lässt, läuft der Abend immer mehr aus dem Ruder: Plötzlich offenbaren auch die anderen Gäste lang gehütete Geheimnisse, woraufhin Beziehungen, Freundschaften, politische Überzeugungen und Lebensentwürfe in Frage gestellt werden. Innerhalb kürzester Zeit kippt die kultivierte Atmosphäre in ein emotionales Chaos und die Party steuert unaufhaltsam auf den großen Knall zu… Mit beißendem Witz, geschliffenen scharfen Dialogen, schwarzem Humor und großartigen Darstellern gelingt Sally Potter ein spannender Blick auf die linksliberale britische Oberschicht und beweist, dass die Wahrheit immer noch die größte Explosionskraft besitzt.

Montag, 9. April 2018, 20.00 Uhr:

Kedi – Von Katzen und Menschen

Dokfilm von Ceyda Torun, TÜR/USA 2017, 80 Min., deutsch eingesprochene Fassung
Tausende von Katzen streifen täglich durch die Straßen von Istanbul. Sie gehören niemandem und sind doch ein fester Bestandteil der Gesellschaft. Frei, unabhängig und stolz leben sie inmitten der Menschen, schenken ihnen Ruhe und Freude. „Sie absorbieren alle deine negative Energie“, sagt ein Schuhverkäufer über die Katzen. Ceyda Toruns faszinierender Dokumentarfilm begleitet sieben Katzen durch Gassen, Häfen und über die Dächer der Stadt. Aus ihrer Perspektive werfen wir einen ganz anderen Blick auf Istanbul und seine Menschen.

In Kooperation mit der Klimaallianz Oldenburg

Montag, 14. Mai 2018, 20.00 Uhr:

Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Die Zeit läuft

An Inconveniant Sequel. Dokumentarfilm von Bonni Cohen, Jon Shenk, USA 2017, 100 Min.
Der ehemalige US-Vizepräsident und Präsidentschaftskandidat Al Gore kämpft weiter gegen die Zerstörung unseres Planeten und warnt vor den drohenden Folgen der globalen Erwärmung. Elf Jahre nach dem oscarprämierten Film Eine unbequeme Wahrheit bereist Gore die Welt, um zu dokumentieren, was sich seitdem verändert hat – im Guten wie im Schlechten: Auf der einen Seite steht etwa das bahnbrechende Klimaabkommen von Paris und die umweltfreundliche Technologie, auf die viele Länder in den vergangenen Jahren umgestiegen sind, auf der anderen Seite sind die globalen Veränderungen durch den Klimawandel jedoch noch größer geworden. Ein hochaktueller, wichtiger Film.

Montag, 11. Juni 2018, 20.00 Uhr:

Die Reste meines Lebens

Von Jens Wischnewski mit Christoph Letkowski, Luise Heyer, Karoline Bär u.a., D 2017
Schimon ist ein Glückskind. In San Francisco hat er die Liebe seines Lebens gefunden und seine Leidenschaft für die Welt der Töne zum Beruf gemacht. Doch als er nach Deutschland zurückkehrt, lässt ihn das Glück im Stich – seine Frau stirbt auf tragische Weise, und er findet kaum noch die Energie, sich wieder aufzurappeln. Doch trotzdem kämpft er darum, eine positive Sicht auf das Leben zu bewahren,er lernt nur kurze Zeit später Milena kennen und verliebt sich in sie. Doch gerade als er wieder zu glauben beginnt, dass das Leben ihn am Ende doch noch auffängt, findet Milena zufällig heraus, dass Schimon ihr nicht die ganze Wahrheit über seine Vergangenheit erzählt hat. Die junge Beziehung droht zu zerbrechen. Schimon muss sich dem Tod und dem Leben stellen - was bleibt und wie geht man mit den Resten seines Lebens um?