Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluß an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

Hier finden Sie alle Termine als pdf in der Übersicht...

Mo. 13. August 2018 um 20.00 Uhr:

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri

Von Martin McDonagh mit Frances McDormand, Woody Harrelson, u.a., USA 2017, 112 Min.
Die Tochter von Mildred Hayes wurde vor sieben Monaten ganz in der Nähe ihres Zuhauses vergewaltigt und ermordet, aber noch immer tut sich in dem Fall nichts. Von einem Hauptverdächtigen fehlt jedenfalls noch jede Spur und so langsam glaubt Mildred, dass die örtliche Polizei einfach ihre Arbeit nicht richtig macht. Und ganz anders als ihr Sohn Robbie, der einfach nur sein Leben weiterleben möchte, kann sie das nicht akzeptieren. Darum lässt sie eines Tages an der Straße, die in ihren Heimatort Ebbing, Missouri, führt, drei Werbetafeln mit provokanten Sprüchen aufstellen, die sich an Polizeichef William Willoughby richten. Klar, dass die Situation nicht lange friedlich bleibt. Als sich dann noch der gewaltbereite Officer Dixon einmischt, eskaliert die Lage...
„In starken Dialogen greift der Film Themen wie Polizeigewalt, Rassismus und rape culture auf, aber ohne zu moralisieren“. Er bietet „gelungene und nachdenklich stimmende Unterhaltung. Am Ende lässt sich diskutieren, was am Ziel dieser schwarzhumorig-düsteren Reise auf die Figuren wartet. Filmtipp des Monats Januar 2018.“ Epd Film 

Mo. 10. September 2018 um 20.00 Uhr:

In Kooperation mit der KlimaAllianz Oldenburg

Guardians of the Earth

Dokumentarfilm von Filip Antoni Malinowski, D/AT 2017, 86 Min., OmU.
2015: Willkommen auf dem Klimagipfel in Paris zur Rettung der Erde: In nur elf Tagen sollen sich 20.000 Vertreter aus 195 Ländern auf das erste globale Abkommen gegen den Klimawandel einigen. Ein Vertrag, der jeden Menschen auf der Erde beeinflussen wird, und der entscheidet, ob unsere Spezies überhaupt noch eine Zukunft hat. Filip Antoni Malinowski drehte für seinen Dokumentarfilm exklusiv hinter den Kulissen des Gipfels und zeigt das Geschehene aus fünf Perspektiven: Christiana Figueres, Generalsekretärin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, Klimaexperte Saleem Huq aus Bangladesch, die Chefhändler der Exportländer von fossilen Brennstoffen und die Vertreter der Staaten, die am meisten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Dieser einzigartige Einblick ist hochemotional und ein Zeugnis heftigster Interessenkonflikte: Reich gegen Arm, Opfer gegen Profiteure des Klimawandels, und erinnert an einen Polit-Thriller. Was sind das für Menschen, die über die Zukunft unseres Planeten entscheiden? Wer ist Superheld und wer Superschurke? Die nächste Runde in diesem Konflikt ist die Weltklimakonferenz im Dezember 2018 im polnischen Kattowitz.  „Jeder sollte sich diese aufschlussreiche Doku ansehen. Denn: später ist es zu spät.“ Wiener Zeitung

Mo. 15. Oktober 2018 um 20.00 Uhr:

Weltmädchentag 2018 - In Kooperation mit Plan International, Mädchenfonds

Was werden die Leute sagen

Hva vil folk si. Von Iram Haq mit Maria Mozhdah, Adil Hussain u.a., D/NOR/SDE 2018, 106 Min.
Die 15-jährige Nisha lebt ein Doppelleben: Zuhause ist sie die brave pakistanische Tochter, die strikt den Tradition ihrer Familie folgt, draußen ein normales norwegisches Mädchen, das gerne zur Schule geht, Basketball spielt, abends mit seinen Freunden ausgeht, sich dafür aber heimlich aus dem Haus schleichen muss. Doch als Nishas Vater sie erwischt und dann auch noch mit einem Jungen, kollidieren die beiden Welten! Nisha wird gegen ihren Willen entführt und zu Verwandten nach Pakistan gebracht. Sie ist wütend, fühlt sich alleingelassen und fremd. Doch dann lernt sie Stück für Stück das Land und die Kultur ihrer Familie kennen...
Filme über den Generationen- und Traditionskonflikt gibt es einige, aber so wie in Was werden die Leute sagen wurde diese Geschichte noch nie erzählt: Der Film lässt die Zuschauer spüren, was es bedeutet, von Erwartungen und Unterdrückung zerrieben zu werden, so dass es am Ende keinen Ausweg gibt, der richtig erscheint. Und er bekommt noch eine größere Eindringlichkeit, wenn man weiß, dass die Regisseurin Iram Haq diese Erlebnisse. Die Authentizität mag daran liegen, dass das Drehbuch auf den eigenen Erlebnissen der Regisseurin basiert.

Mo 12. November 2018 um 20.00 Uhr:

100 Jahre Ende des ersten Weltkriegs

Im Westen nichts Neues

All Quiet on the Western Front. Von Lewis Milestone nach dem Roman von Erich Maria Remarque. Mit Lew Ayres, Louis Wolheim u.a., USA 1930, 136 Min.
Ausgezeichnet mit dem Oscar als Bester Film
Der junge deutsche Gymnasiast Paul Bäumer meldet sich gemeinsam mit seinen Klassenkameraden während des Ersten Weltkrieges freiwillig an die Westfront. Doch der Idealismus der jungen Leute weicht angesichts der grausamen Realität und der Schrecken des Krieges bald der Ernüchterung.  Lewis Milestone schuf mit diesem Werk den wohl ehrlichsten und bedeutendsten Antikriegsfilm der Kinogeschichte, der einen Oscar® als bester Film und für die beste Regie erhielt. Er ist einer der ersten Filme, die für den deutschen Markt synchronisiert wurden, und kam 1931 in die deutschen Kinos. Wegen seiner pazifistischen Grundhaltung und der Darstellung von hoffnungslosen deutschen Soldaten wurde er damals vor allem von rechten Verbänden in Deutschland angefeindet.

Mo. 10. Dezember 2018 um 20.00 Uhr:

Licht

Von Barbara Albert nach dem Roman „Am Anfang war die Nacht Musik“ von Alissa Walser. Mit Maria Dragus, Devid Striesow u.a., AT/D 2017, 97 Min.
Wien 1777. Die früh erblindete 18jährige Maria Theresia „Resi“ Paradis ist als Klavier-Wunderkind in der Wiener Gesellschaft bekannt. Nach zahllosen medizinischen Fehlbehandlungen wird sie von ihren ehrgeizigen Eltern dem wegen seiner neuartigen Methoden umstrittenen Arzt Franz Anton Mesmer anvertraut. Langsam beginnt Resi in dem offenen Haus der Mesmers, zwischen Rokoko und Aufklärung, im Kreise wundersamer Patienten und dem Stubenmädchen Agnes, das erste Mal in ihrem Leben Freiheit zu spüren. Als Resi in Folge der Behandlung erste Bilder wahrzunehmen beginnt, bemerkt sie mit Schrecken, dass ihre musikalische Virtuosität verloren geht... Licht ist ein perfekt ausgestattetes Kostümdrama, das vom Erwachsenwerden einer jungen Frau erzählt und gleichzeitig über Klassenschranken in einer höfischen Gesellschaft erzählt. Die junge Maria Dragus brilliert als Maria Theresia!