Das Reichsfilmarchiv

Premiere in Anwesenheit des Regisseurs am Sonntag, 28. November um 11.00 Uhr mit Gespräch im Anschluss

Eine Veranstaltung im Rahmen des Oldenburger Plakatherbstes

Dokumentarfilm von Heinrich Adolf, D 2021

Das Reichsfilmarchiv wurde 1934 gegründet. Es war von Anfang an in das institutionelle Gefüge des NS-Staats integriert und existierte bis zum Zusammenbruch des „Dritten Reichs". Es setzte erste Maßstäbe für die Bewahrung von Filmen und die sichere Lagerung des hochexplosiven Filmmaterials. Es war eines der vier Gründungsmitglieder der 1938 gegründeten Internationalen Vereinigung der Filmarchive (FIAF). Während des Zweiten Weltkriegs war es aber auch Bestimmungsort für sogenannte Beutefilme sowie Teil der NS-Kriegspropaganda. Nach Kriegsende gelangten seine Archivbestände zunächst in den Besitz der Siegermächte, die sie je nach machtpolitischer Einflusssphäre in Teilen an Filmarchive der Deutschen Demokratischen Republik und der Bundesrepublik Deutschland zurückgaben. Die deutsche Wiedervereinigung führte dann auch den zweigeteilten Bestand des Reichsfilmarchivs wieder zusammen. Er lagert heute im Bundesarchiv/Filmarchiv.

Die Erinnerungen von Zeitzeugen und Menschen, die mit dem Reichsfilmarchiv und seinen Hinterlassenschaften in den unterschiedlichsten Verbindungen standen, Beiträge von Filmhistorikern, Aufnahmen von Ruinen und vergessenen unterirdischen Lagerstätten, historische Fotos und Filme sowie sonstige Dokumente sind das audiovisuelle Material für die Geschichte einer deutschen Institution, in der sich die großen politischen und gesellschaftlichen Verwerfungen der Deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts spiegeln.

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