Psychoanalyse & Film

Schon im elften Jahr in Folge stellen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker aus der Region in den kommenden Monaten ausgewählte Filme vor. Im Anschluss an die Filmvorführung werden sie in einem Vortrag ihre – psychoanalytische – Sicht auf den Film präsentieren und mit dem Publikum diskutieren.

Karten können Sie ab einer Woche vor der jeweiligen Veranstaltung reservieren oder kaufen.

Hier finden Sie alle Termine als pdf zum herunterladen...

21. Januar 2019, 19.30 Uhr:

Dr. Phil. Gudrun Kallenbach, Analytische Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

The Danish Girl

Von Tom Hooper mit Eddie Redmayne, Alicia Vikander, Matthias Schoenaerts u.a., GB 2015, 120 Min.
Im Kopenhagen der Zwanzigerjahre führen die Künstler Einar und Gerda Wegener eine glückliche Ehe. Als Einar in Frauenkleidern für ein Bild seiner Frau posiert, entdeckt er nach und nach seine weibliche Seele und fühlt sich zunehmend fremd im eigenen Körper. Ein Film über die Suche nach der eigenen Identität.
„Eddie Redmayne spielt das Oszillieren zwischen den Geschlechtern mit derselben Finesse wie zuvor die Gefangenschaft im gelähmten Körper des Atomphysikers Stephen Hawking in »Die Entdeckung der Unendlichkeit «“ epd film

18. Februar 2019, 19.30 Uhr:

Dr. Michael Reiners, Psychoanalytiker DPG/DGPT

Blade Runner

Von Ridley Scott, mit Harrison Ford, Rutger Hauer, Sean Young u.a., USA 1982, 117 Min.
Ein fesselnder Blick auf die Zukunft: Seit seinem Kinostart 1982 hat Ridley Scotts Meisterwerk nicht an Wirkung verloren. Harrison Ford spielt in diesem düsteren Film-noir-Thriller den Replikanten-Jäger Deckard, einen männlichen, aber auch verletzlichen Helden. Bei seiner Jagd verfällt er einer geheimnisvollen Frau, die ihn an seiner Mission zweifeln lassen.

18. März 2019, 19.30 Uhr:

Detlef Schäfer, Psychoanalytiker DPV / IPA

Rückkehr nach Montauk

Von Volker Schlöndorff, mit Stellan Skarsgård, Nina Hoss, u.a., D/F/IRL 2017, 106 Min.
Der Schriftsteller Max Zorn reist zur Vorstellung seines neuen Romans nach New York, begleitet von seiner Lebensgefährtin Clara. In seinem Buch erzählt Zorn vom Scheitern einer Liebe in New York vor 17 Jahren. Fast zufällig trifft er Rebecca wieder, die Frau von damals. Sie ist inzwischen eine erfolgreiche Anwältin. Die beiden beschließen, noch einmal ein Wochenende in dem Fischerdorf Montauk zu verbringen. „Volker Schlöndorff nimmt sich eine Idee von Max Frisch, passt sie an die Gegenwart an und destilliert daraus einen melancholischen, sich ohne Überheblichkeit altersweise gebenden Film über das ewige Missverständnis der Liebe.“ epd film

15. April 2019, 19.30 Uhr:

Christa Hoffmann, Psychoanalytikerin DPV/IPA

In den Gängen

Von Thomas Stuber, mit Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth u.a., D 2017, 120 Min..
Christian ist neu im Großmarkt. Schweigend taucht er in das unbekannte Universum ein: die langen Gänge, die ewige Ordnung der Warenlager, die surreale Mechanik der Gabelstapler. Bruno der Kollege aus der Getränkeabteilung, nimmt sich seiner an, zeigt ihm Tricks und Kniffe, wird ein väterlicher Freund. Und dann ist da noch Marion von den Süßwaren, die ihre kleinen Scherze mit Christian treibt. Als er sich in sie verliebt, fiebert der ganze Großmarkt mit. Doch Marion ist verheiratet – aber nicht sehr glücklich, wie es heißt. „Präzise, mit starken Bildern, lakonischem Witz und liebevoll entworfenen Figuren.“ Spiegel Online

20. Mai 2019, 19.30 Uhr:

Christian Warrlich, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, Gruppenanalytiker – DGPT, D3G

Foxtrot

Von Samuel Moaz, mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin u.a., ISR 2017, 113 Min.
Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres 19-jährigen Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der ganzen Familie in eine neue Richtung lenkt.
„Mit seinem Antikriegsfilm „Foxtrot“ hat Samuel Maoz ein unentrinnbares Drama des Absurden geschaffen.“ Süddeutsche Zeitung