FeineFilme

In Kooperation mit der GEW und dem DGB präsentiert das Casablanca-Kino FeineFilme


FeineFilme - das sind Filme, die engagiert sind, die sich gesellschafts- und sozialkritisch äußern, egal ob als Komödie, als Drama oder als Dokumentation.

FeineFilme - das sind Filme, die uns berühren, die uns zum Lachen oder auch zum Weinen bringen, uns aufwühlen und motivieren, die unser Denken in Bewegung bringen.

FeineFilme - wollen wir in dieser Filmreihe zeigen und die Möglichkeit bieten, nach der Vorstellung miteinander ins Gespräch zu kommen.

Am 6. Mai 2019 um 20.00 Uhr

Wildes Herz

Dokumentarfilm von Charlie Hübner und Sebastian Schultz. D 2017, 90 Min.
Er ist energiegeladen und liebt seine Heimat am Meer: Jan „Monchi“ Gorkow, der Sänger von `Feine Sahne Fischfilet‘.
Die Punkband aus Mecklenburg-Vorpommern setzt sich öffentlich gegen Rassismus und Homophobie ein. Damit ecken die Musiker durchaus an und geraten auch mal mit dem Gesetz in Konflikt. Der Filmemacher Charly Hübner begleitet den antifaschistischen Jan Gorkow und seine Bandkollegen bei ihren Auftritten und in ihrem Alltag, lässt Monchi aber auch selber erzählen von seiner Zeit vor der Band. Als er gewaltbereiter Ultra von Hansa Rostock war, im Jugendgewahrsam saß, Freunde und Familie bitter enttäuschte.
Und er erzählt von seinem inneren Antrieb, den Ort, den er Heimat nennt, niemals den Rechten zu überlassen.
„Aufstehen, Stellung beziehen, mitanpacken. WILDES HERZ ist ein dynamischer Musikfilm, der immens wichtig für unsere Zeit ist und ebenso viel Stärke und Charakter besitzt wie die Band, die er begleitet. Und dazu ein liebevoll ehrliches Porträt über einen Musiker und das, was er über alles liebt: seine Heimat. Prädikat: besonders wertvoll!“ Filmbewertungsstelle Wiesbaden
„Politisch, wuchtig, mitreißend. Empfehlenswert.“ Deutschlandfunk

Am 25. November 2019 um 20.00 Uhr:

Die Unsichtbaren – Wir wollen leben!

Von Mark Räfke mit Aaron Altaras, Roby O.Fee, Alica Dwyer, Maximilian Mauff u.a., D 2017, 110 Min.
Im Februar 1943 erklären die Nationalsozialisten Berlin als `judenfrei‘. Zu diesem Zeitpunkt befinden sich noch rund 7000 Juden in der Hauptstadt, denen es gelungen ist, unterzutauchen. Da ist Cioma, der heimlich Pässe fälscht und so das Leben dutzender anderer Verfolgter zu retten versucht. Die 17-jährige Hanny blondiert sich die Haare, um als scheinbare Arierin unerkannt über den Ku’damm spazieren zu können. Eugen verteilt nachts im Widerstand Flugblätter. Tagsüber versteckt er sich in der Uniform der Hitlerjugend und im Schoße einer deutschen Familie. Und schließlich ist da noch Ruth, die als Kriegswitwe getarnt, NS-Offizieren Schwarzmarkt-Delikatessen serviert. Sie alle kämpfen für ein Leben in Freiheit, ohne wirklich frei zu sein...
„Als der Krieg 1945 zu Ende geht, haben von den 7000 versteckten Juden in Berlin nur etwa 1500 überlebt. Cioma, Hanny, Eugen und Ruth waren vier davon. DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN von Claus Räfle setzt nicht nur ihnen, sondern allen Verfolgten und Rettern ein würdiges filmisches Denkmal. Prädikat: besonders wertvoll!“ Filmbewertungsstelle Wiesbaden