Semana de Cine Español  8

8. Spanische Schulfilmwochen vom 2. bis 20. DEZEMBER 2021 im Casablanca-Kino

Liebe Lehrerinnen und Lehrer des Faches Spanisch,

zum achten Mal veranstalten wir in der ersten Dezemberhälfte in Eigenregie ein kleines spanisches Schulfilmfestival. Es umfasst  Filme aus verschiedenen spanischsprachigen Ländern, die sich an unterschiedliche Altersstufen und Sprachniveaus richten und verschiedene Themen behandeln. Alle Filme laufen in der Originalversion mit deutschen Untertiteln.

Zu den meisten Filmen gibt es auch pädagogisches Begleitmaterial unter www.visionkino.de oder auf der Seite des Filmverleihs. Wenn Sie Interesse an einer Schulvorstellung haben oder weitere Informationen brauchen, melden Sie sich gerne bei mir. Telefon 0441-884757 oder per mail an janssen(at)casablanca-kino.de

Wenn Sie einen anderen Film sehen möchten, ist es auch kein Problem. Unter der Voraussetzung, dass der Film lieferbar ist, können wir ihn für Sie und Ihre Klasse zeigen. Wenn Sie in der ersten Dezemberhälfte einen Kinobesuch nur schlecht organisieren können und einen anderen Termin vorziehen, melden Sie sich einfach bei mir, um ein anderes Datum zu vereinbaren!

Uruguay/ Kolumbien: AninA

Animationsfilm von Alfredo Soderguit , KOL/Ur 2013, 72 MIn, FSK 0, empf. ab 9 J., ab Klasse 5, OmdU & OmspU

Anina Yatay Salas: Was für ein herrlicher, klangvoller Name! Jeder Teil davon ist vorwärts wie rückwärts gelesen genau gleich. Eigentlich könnte die Zehnjährige stolz sein auf dieses dreifache Palindrom, aber für sie stellt der Name – anders als für den Vater – ein großes Problem dar. Aninas Mitschüler machen sich einen Jux daraus, vor allem von Ysel wird sie ständig verspottet. Dass sie die dicke Rivalin als »Elefant« bezeichnet, ist natürlich auch nicht sehr fein. Als sich die Mädchen auf dem Pausenhof prügeln, hat die strenge Direktorin eine ganz spezielle disziplinarische Maßnahme für sie parat. Beide müssen eine Woche lang einen versiegelten schwarzen Briefumschlag bei sich tragen, den sie keinesfalls eher öffnen und von dem sie auch niemandem berichten dürfen. Von Alpträumen geplagt, ziehen sich die sieben Tage endlos in die Länge. Zusammen mit ihrer besten Freundin schmiedet Anina Pläne, um schon früher an den Inhalt des Kuverts zu kommen. Dabei geht manches schief, aber sie erkennt auch in Yisel eine Schicksalsgenossin, die noch größere Probleme hat als sie selbst. Eine zaghafte Annäherung beginnt. Was sie dann im Umschlag finden, überrascht die Mädchen – und Anina wird am Ende gar ihrem seltsamen Namen etwas abgewinnen können.

Eine handgezeichnete Animationsfilmperle mit viel Charme, trockenem Witz und (kinder-) philosophischem Tiefgang.

Pädagogisches Begleitmaterial, erstellt in Zusammenarbeit mit FILMERNST, erhältlich über corre(at)cinescolar.de.

Pädagog. Link: https://www.kinofenster.de/filme/filmarchiv/anina-film/

www.visionkino.de/filmtipps/filmtipp/anina/

Filmwebsite: www.cineglobal.de

Spanien: Campeones - Wir sind Champions

Von Javier Fesser. SP 2018, 119 Min.,  frei ab 0 J., empf. ab 12 J., OmU
Der Basketball-Trainer Marco ist am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen: In der Nationalmannschaft spielt er lediglich die zweite Pfeife, seine Beziehung ist ruiniert und als er im Vollsuff mit seinem Auto einen Polizeiwagen rammt, wird er auch noch vom Richter zu Sozialstunden verdonnert. Die soll er als Trainer einer Basketball-Mannschaft ableisten. Der Haken: Die Spieler leiden allesamt an einer geistigen Behinderung.Natürlich will der ehrgeizige und karrierebewusste Marco die Stunden so schnell wie möglich hinter sich bringen. Nur langsam wird ihm klar, dass sein neues Team mit Qualitäten aufwarten kann, die er im Leben sonst vermisst. Langsam wird die Mannschaft zur Familie und Marco erkennt, dass seine Vorurteile gegenüber Menschen mit Behinderungen falsch waren. Und dann soll seine Mannschaft im Turnier antreten…. Der Publikumserfolg in Spanien!
Infos: http://www.wirsindchampions.de/

Kuba: Yuli

Von Icíar Bollaín (El Olivo, Und dann der Regen) und Paul Laverty (Drehbuch). SP/CUB/D/GB 2018, 110 Min., spanische OmU. FSK 6, empf. ab 15 J., Klasse 9

Biopic über den kubanischen Tänzer Carlos Acosta – teilweise gespielt von ihm selbst – und seinen schwierigen Weg aus einfachen Verhältnissen zum internationalen Ballett-Star.

Carlos ist ein undiszipliniertes Kind, das alles, was es über das Leben weiß, auf den Straßen Havannas gelernt hat. Doch sein Vater Pedro – selbst Sohn einer Mutter, die noch als Sklavin in den kubanischen Zuckerrohrplantagen ausgebeutet wurde – erkennt das außergewöhnliche Talent seines Sohnes, den er nach dem Sohn eines afrikanischen Kriegsgottes nur Yuli nennt: Er kann tanzen wie kein zweiter. Gegen dessen Willen schickt er ihn auf die staatliche Ballettschule und sorgt mit harter Hand dafür, dass Yuli seine Ausbildung beendet. Yuli wird bald zu einem der besten Tänzer seiner Generation, feiert internationale Erfolge und ist der erste dunkelhäutige Romeo am Royal Opera House in London. Doch trotz des Ruhms zehrt das Heimweh an ihm, die Sehnsucht nach Freunden und Familie.  Als er nach einer schweren Verletzung mit dem Tanzen pausieren muss, geht er zurück nach Kuba. Nach all den Jahren der Entbehrung und Einsamkeit lebt Yuli hier erstmals seinen schier unstillbaren Hunger nach Leben aus - und setzt damit seine Karriere aufs Spiel. Er muss sich entscheiden ob seine eigene Liebe zum Tanz ausreicht um den Weg weiterzugehen, den sein Vater ihm vorherbestimmt hat.

Päd. Link: www.visionkino.de/filmtipps/filmtipp/yuli/

Spanien: El Olivo – Der Olivenbaum

Von Iciar Bollain mit Anna Castillo, Javier Gutiérrez, Pep Ambròs u.a., SP 2015, 99 Min., spanische OmU., empfohlen ab 14 Jahren, Klasse 9.

Vor zwölf Jahren ließ Almas Vater auf dem Familiengrundstück einen Olivenbaum ausgraben, der seit mehr als 2000 Jahren an seinem Platz verwurzelt war. Er verkaufte den Baum für viel Geld und hatte große Pläne. Doch seitdem ist nichts mehr, wie es war. Der Großvater spricht kein Wort mehr mit seinen Kindern, Almas Vater ist arbeitslos, geschieden und hoch verschuldet und die Familie hat ihre Existenz verloren. Nur Alma ist weiterhin tatkräftig, trotzig und stolz. Und die junge Frau ist auch die einzige in der Familie, die der Großvater in seiner Nähe duldet. Doch immer mehr zieht sich der alte Mann zurück, verweigert das Essen, wird schwächer. Alma spürt, dass der Großvater noch immer um den Verlust des Baumes trauert. Als sie herausfindet, dass der Baum damals nach Deutschland gebracht wurde, entschließt sie sich, gemeinsam mit ihrem Onkel und einem Freund, dorthin zu reisen. Um den Baum nach Hause zu holen.

Vor dem Hintergrund der Finanzkrise schildert die spanische Regisseurin Icíar Bollaín die Misere ihres Landes, in deren Folge auch ein Ausverkauf des reichen spanischen Kulturerbes stattfindet.

Päd. Link: www.visionkino.de/filmtipps/filmtipp/el-olivo-der-olivenbaum/

Spanien: A Escondidas – Der heimliche Freund

Von Mikel Rueda mit Alex Angulo, Ana Wagener u.a., SP 2015, 96 Min., spanische OmU, FSK 12, empf. ab 15/ 16 J., ab Klasse 9

Rafa, 14, probt für den ersten Kuss. Den bekommt dann zwar Marta, aber eigentlich würde Rafa viel lieber Ibra küssen. Obwohl beide Jungs in Bilbao leben und sich fast täglich im Schwimmbad oder auf der Straße über den Weg laufen, trennen sie Welten – Ibra ist ein marokkanischer Flüchtling, und Rafas Freunde wollen mit „Arabern“ nichts zu tun haben. Rafa ist hin- und hergerissen - soll er mit seinen kiffenden Freunden abhängen, Playstation spielen und über Mädchen reden – oder versuchen, Ibra kennenzulernen. Als Ibra dann aus Spanien abgeschoben werden soll, taucht Rafa mit ihm unter. Sie verstecken sich vor der Polizei, vor Ibras Dealerfreunden, vor Rafas Eltern. Und sie erleben die erste zarte Liebe.

Coming-of-Age und Coming-Out-Geschichte trifft Flüchtlingsdrama – A Escondidas ist ein kraftvoller Film, der nah an den Jugendlichen von Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Loyalität und vor allem von den Gefühlen der ersten zarten Liebe erzählt.

Link: https://www.sissymag.de/du-willst-es-nicht-wissen/