Alles Utopie? Films for Future

Eine Filmreihe im Casablanca-Kino in Kooperation mit dem Ökumenischen Zentrum Oldenburg

Bereits im dritten Jahr widmen wir uns mit dieser Filmreihe wichtigen Fragen: Wie sieht die Welt aus, in der wir in Zukunft leben werden? Wie soll sie aussehen? Und wie können wir Einfluss darauf nehmen, wie sie aussehen wird?
Wir stellen Filme vor, die sich genau auf diese Themen fokussieren, Filme, die  Menschen porträtieren, die sich auf ihre eigene Weise für einen nachhaltigen, klimaschonenden und sozialverträglichen Wandel einsetzen. Sie geben Denkanstöße und zeigen Handlungsspielräume, die wir nutzen müssen, um die Gesellschaft zukunftsfähig zu machen..

Den Flyer zu dieser Reihe können Sie hier runterladen (pdf)

Am Mo. 14. März um 18.30 Uhr:

Unser Boden, unser Erbe

 

Eröffnung der Filmreihe in Kooperation mit Klimafasten der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg

Zu Gast: Judith Busch (Ernährungsrat Oldenburg) und Eike Frahm (Hofgemeinschaft Grummersort / Solawi)

Dokumentarfilm von Marc Uhlig. D 2019, 79 Min.
Unser Boden, unser Erbe zeigt, wie wichtig und zugleich extrem bedroht unsere Lebensgrundlage, der Boden ist. Die dünne Humusschicht des Bodens versorgt alle Menschen auf der Welt mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und sauberer Luft. Und sie kann das Klima retten. Denn gesunde Böden sind nach den Ozeanen der größte Speicher für Treibhausgase und tragen wesentlich zur Senkung von CO2 bei. Und dennoch nutzen wir unsere Böden, als wären sie unerschöpflich. Was bedeutet das für die Zukunft? Das Wichtigste vorab:  wir alle können zum Erhalt der Bodenfruchtbarkeit beitragen – ob als Landwirt*in, Gärtner*in oder Konsument*in im Supermarkt! Experten wie Köchin Sarah Wiener und Umweltwissenschaftler Ernst Ulrich von Weizsäcker geben wertvolle Denkimpulse. Ein inspirierendes Plädoyer für eine zukunftsfähige Landwirtschaft und nachhaltige Ernährung.

 

Am Mo. 11. April um 18.30 Uhr:

Bikes Vs. Cars

Zu Gast: Heinrich Book (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club ADFC Oldenburg)

Dokumentarfilm von Fredrik Gertten, SE 2015, 91 Min., OmU
Euphorische Radfahrende auf der einen Seite, Autoliebhaber*innen und Vielfahrer*innen auf der anderen. Bikes vs. Cars rückt das Thema Mobilität in Zeiten von Ressourcenknappheit und Klimawandel ins Bewusstsein. Der Film zeigt, wie unterschiedlich verschiedene Länder und Städte mit der Mobilitätsfrage umgehen, welchen Einfluss Politik und Automobilindustrie haben und was das alles mit einem gemeinschaftlichen Miteinander und nachhaltigem Städtebau zu tun hat.
Der Film lädt dazu ein sich damit auseinanderzusetzten, wie unterschiedlich intensiv Fahrräder und Autos heute weltweit genutzt werden, wie stark die Verteilung der Fortbewegungsmittel global variiert und welche Rolle das Fahrrad in Zukunft spielen kann – und er zeigt engagierte Menschen in ihrem Kampf um mehr Platz für Fahrräder auf den Straßen.

Am Mo. 9. Mai um 18.30 Uhr:

Push - Für das Grundrecht auf Wohnen

Zu Gast: Dr. Norbert Gestring, Uni Oldenburg, AG Stadtforschung

Dokumentarfilm von Fredrik Gertten, SE 2019, 92 Min., Original mit dt. Untertiteln

Überall auf der Welt schnellen die Mietpreise in den Städten in die Höhe. Die Einkommen tun das nicht. Selbst Krankenpflegende, Polizisten und Feuerwehrleute können es sich nicht mehr leisten in den Städten zu leben, für deren Grundversorgung sie notwendig sind. Dabei ist eine Unterkunft ist ein fundamentales Menschenrecht, eine Voraussetzung für ein sicheres und gutes Leben. Push wirft ein Licht auf eine neue Art des anonymen Hausbesitzers, auf unsere immer weniger bewohnbaren Städte und eine eskalierende Krise, die uns alle betrifft. Das ist keine Gentrifizierung mehr: Wohnungen sind Kapital und Orte, um Geld anzulegen. Wer sind die Akteure? Auf der Suche nach Antworten folgt der Film unter anderem Leilani Farha, der UN Spezialreporterin für Angemessenes Wohnen, wie sie die Welt bereist, um herauszufinden, wer aus der Stadt gepusht wird und warum.

 „Der Film ist fantastisch. Er zeigt, in was für einem Konflikt wir aktuell leben, wo Wohnen als Handelsgut gesehen wird.“ Maria Lúcia de Pontes, Anwältin, Strafverteidigerin und Aktivistin

 

Am Mo. 13. Juni um 18.30 Uhr:

Woman - 2000 Frauen - 50 Länder - 1 Stimme

Geburtstagsedition – 25 Jahre ÖZO und Weltladen
Zu Gast: eine Vertreterin des Gleichstellungsbüros der Stadt Oldenburg

Dokumentarfilm von Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand, F 2020, 105 Min., OmU
In WOMAN erzählen zweitausend Frauenaus fünfzig Ländern ihre bemerkenswerten und anregenden Geschichten. Sie sprechen von Mutterschaft, Bildung, Sexualität, Ehe oder finanzieller Unabhängigkeit, über tabuisierte Themen wie Menstruation und häusliche Gewalt, aber auch über ihre Träume und Hoffnungen. Hunderte Geschichten kommen so zusammen, von Staatschefinnen und Bäuerinnen, von Schönheitsköniginnen und Busfahrerinnen, Geschichten von Frauen aus den abgeschiedensten Regionen der Welt und aus den modernsten Metropolen.
WOMAN ist so umfassendes Porträt derjenigen gelungen, die die Hälfte der Menschheit ausmachen und ein Bild davon zu zeichnen, was es in der heutigen Welt bedeutet, eine Frau zu sein. Was der Film aber am meisten unterstreicht, ist die ungemeine Stärke der Frauen. Diese Stärke und ihre Fähigkeit, die Welt trotz aller Hindernisse und Ungerechtigkeiten zum Besseren zu verändern, berührt, inspiriert und macht Mut.

"Überwältigend, ergreifend." Le Parisien
"Ein atemberaubender Film voller Schönheit und Emotionen." Grazia

Am Mo. 11. Juli um 18.30 Uhr:

Toxic Business

In Kooperation mit Stiftung Leben & Umwelt/Heinrich-Böll-Stiftung Niedersachsen
Zu Gast: Regisseurin Katja Becker

Dokumentarfilm von Katja Becker und Jonathan Happ, D 2020, 58 Min., deutsche Fassung mit engl. Untertiteln
Ein Dokumentarfilm über die Profite internationaler Chemiekonzerne in Afrika auf Kosten der Gesundheit von Kleinbäuer*innen und Konsument*innen.
Internationale Chemiekonzerne verkaufen in Kenia Agrarpestizide, die in Europa aufgrund ihrer krebserregenden Wirkstoffe längst verboten sind. In Kenia hingegen werden die giftigen Chemikalien ohne Kontrolle verkauft. Die Kleinbäuer*innen glauben an die Industrieversprechen einer besseren Ernte. Doch das Hybridsaatgut treibt Kleinbäuer*innen in die Abhängigkeit; alte und resistente Saatgutsorten, die auch dem Klimawandel standhalten könnten, werden verdrängt und Chemikalien vergiften Mensch und Umwelt. Dabei zeigen alternative Landwirtschaftsmethoden in Ostafrika, dass es nicht mehr Chemie und Hybridsaatgut braucht, um die Welt zu ernähren, sondern ein generelles Umdenken.