Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluß an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

 

Am Mo. 6. September um 20.00 Uhr:

anders essen - das experiment

Dokfilm von Kurt Langbein und Andrea Ernst, AT 2020, 84 Min.
Wissenschaftler in Europa haben berechnet, dass bei unseren Essgewohnheiten, jede/r von uns ein Feld in der Größe von 4.400 qm fürs Essen braucht – ein kleines Fußballfeld. Zwei Drittel dieses Feldes stehen im Ausland und zwei Drittel dienen nicht dem direkten Konsum, sondern der Tierfütterung. Würden alle so essen, bräuchten wir zwei Erden! Lässt sich das ändern? Drei Familien starten einen Selbstversuch: Sie wollen ihren Flächenverbrauch verringern, fairer und umweltverträglicher essen. Anders kochen, mit weniger Fleisch. Anders essen, mit mehr Freude. Anders einkaufen, regional und saisonal. Wird es gelingen? Ein Experiment, das Mut macht. Ein Film, der zeigt, wie es gehen könnte.

Am Mo. 4. Oktober um 20.00 Uhr:

Kiss Me Kosher

Von Shirel Peleg mit Moran Rosenblatt, Luise Wolfram, Rivka Michaeli, Juliane Köhler u.a., D 2019, 106 Min.
Die quirlige jüdische Großmutter Berta und ihre nicht weniger leidenschaftliche Enkelin Shira streiten inniglich über die Liebe und darüber, was Frau darf und was nicht. Vor allem als sich ihre geliebte Enkeltochter ausgerechnet für Maria, eine Deutsche, entscheidet. Die beiden jungen Frauen machen richtig ernst – sie wollen heiraten. Das Chaos ist perfekt, als die Eltern von Maria aus Deutschland auf die Mischpoke in Jerusalem treffen. So unterschiedlich beide Familien sind, so einig sind sich alle in einem Punkt: Die Hochzeit muss geplant werden! Nur eine versucht mit allen Mitteln diesen Bund des Lebens zu verhindern – Berta. Für sie ist eine Ehe zwischen einer Israelin und einer Deutschen ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl auch sie mit dem Palästinenser ein recht unkonventionelles Liebesglück gefunden hat, das sie allerdings vor der Familie geheimhält. Aber wie lange kann das noch gutgehen?
Flottes Tempo, pfiffige Dialoge, reichlich Situationskomik und ein Zusammenprall der Kulturen und ungleichen Familien – die Komödie Kiss Me Kosher sprudelt nur so vor Charme und Chuzpe!

Am Mo. 1. November 2021 um 20.00 Uhr:

Das neue Evangelium

Von Milo Rau mit Yvan Sagnet, Maia Morgenstern u.a., D/CH/IT 2020, 107 Min.
Während vor Italiens Küste viele Tausende Menschen ertrinken, weil sie sich in Europa ein besseres Leben erhoffen, macht Italien die Rettung dieser Menschen zu einer Straftat. Die katholische Kirche wiederum scheint zur gleichen Zeit wieder zu ihren sozial-revolutionären Wurzeln zurückzukehren. Dies ist der Ausgangspunkt für den neuen Film von Regisseur Milo Rau, der für seine politischen Filme und Theaterstücke bekannt ist. Er stellt sich die Frage, was Jesus in der heutigen Zeit predigen und wie er sich zum Beispiel zur Ausbeutung von Flüchtlingen positionieren würde,  und entwirft dabei ein neues Evangelium für das 21. Jahrhundert.

Am Mo. 6. Dezember 2021 um 20.00 Uhr:

Ich bin dein Mensch

Von Maria Schrader mit Maren Eggert, Dan Stevens, Sandra Hüller u.a., D 2020, 104 Min
Für ihre schauspielerische Leistung wurde Maren Eggert auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.
Alma ist Wissenschaftlerin am Pergamon-Museum in Berlin. Um an Forschungsgelder zu kommen, lässt sie sich zur Teilnahme an einer außergewöhnlichen Studie überreden: Drei Wochen lang soll sie mit einem ganz auf ihren Charakter zugeschnittenen humanoiden Roboter zusammenleben. Und so trifft Alma auf Tom, eine hochentwickelte Maschine in Menschengestalt, einzig dafür geschaffen, sie glücklich zu machen…

Am Mo. 10. Januar 2022 um 20.00 Uhr:

Crescendo # makemusicnotwar  

Von Dror Zahavi mit Peter Simonischek, Daniel Donskoy, Mehdi Meskar, Sabrina Amali, Bibiana Beglau u.a., D 2019, 102 Min.
Anlässlich einer Friedenskonferenz zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina in Südtirol soll der berühmte deutsche Dirigent Eduard Sporck ein paritätisch besetztes Orchester aus israelischen und palästinensischen Jugendlichen zusammenstellen und mit einem Konzert ein Zeichen für die Völkerverständigung setzen. Der zunächst widerstrebende Maestro macht sich nach einem Vorspiel junger Musikerinnen und Musiker in Tel Aviv daran, aus der bunt zusammengewürfelten Truppe ein Team zu formen. Doch wie zu befürchten, sorgen Ressentiments für Unruhe. Obwohl die Proben im idyllischen Südtirol stattfinden, fernab vom Konfliktherd, kochen bald die Gefühle der jungen Menschen hoch. Doch nach und nach finden sie im gemeinsamen Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror. Hat die Musik die Kraft, Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen?

Am Mo. 7. Februar 2022 um 20.00 Uhr:

Nomadland

Von Chloé Zhao, mit Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Bob Wells u.a., USA 2020, 107 Min.
Nomadland wurde 2021 mit drei Oscars ausgezeichnet: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin!
„Das letzte Stückchen Freiheit in Amerika ist ein Parkplatz“ schreibt Jessica Bruder, die Autorin im Vorwort ihrer Buchvorlage, die jetzt fulminant verfilmt wurde. Fern hat wie viele in den USA nach der großen Rezession 2008, alles verloren. Nach der Pleite einer Industriestadt im ländlichen Nevada packt sie ihre Sachen und bricht in ihrem Wohnmobil auf, um ein Leben als moderne Nomadin zu erkunden. Dabei trifft sie viele Menschen, die genauso leben wie sie – von Job zu Job, von Parkmöglichkeit zu Parkmöglichkeit, frei und ungebunden.