Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluß an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

Den Flyer dieser Filmreihe können Sie hier runterladen (pdf),

 

Am Mo. 10. Januar 2022 um 20.00 Uhr:

Crescendo # makemusicnotwar  

Von Dror Zahavi mit Peter Simonischek, Daniel Donskoy, Mehdi Meskar, Sabrina Amali, Bibiana Beglau u.a., D 2019, 102 Min.
Anlässlich einer Friedenskonferenz zwischen Diplomaten aus Israel und Palästina in Südtirol soll der berühmte deutsche Dirigent Eduard Sporck ein paritätisch besetztes Orchester aus israelischen und palästinensischen Jugendlichen zusammenstellen und mit einem Konzert ein Zeichen für die Völkerverständigung setzen. Der zunächst widerstrebende Maestro macht sich nach einem Vorspiel junger Musikerinnen und Musiker in Tel Aviv daran, aus der bunt zusammengewürfelten Truppe ein Team zu formen. Doch wie zu befürchten, sorgen Ressentiments für Unruhe. Obwohl die Proben im idyllischen Südtirol stattfinden, fernab vom Konfliktherd, kochen bald die Gefühle der jungen Menschen hoch. Doch nach und nach finden sie im gemeinsamen Musizieren einen ersten Weg zur Überbrückung von Hass, Intoleranz und Terror. Hat die Musik die Kraft, Brücken zwischen den jungen Menschen verschiedener Religionen und verhasster Nationalitäten zu bauen?

Am Mo. 7. Februar 2022 um 20.00 Uhr:

Nomadland

Von Chloé Zhao, mit Frances McDormand, David Strathairn, Linda May, Bob Wells u.a., USA 2020, 107 Min.
Nomadland wurde 2021 mit drei Oscars ausgezeichnet: Bester Film, Beste Regie, Beste Hauptdarstellerin!
„Das letzte Stückchen Freiheit in Amerika ist ein Parkplatz“ schreibt Jessica Bruder, die Autorin im Vorwort ihrer Buchvorlage, die jetzt fulminant verfilmt wurde. Fern hat wie viele in den USA nach der großen Rezession 2008, alles verloren. Nach der Pleite einer Industriestadt im ländlichen Nevada packt sie ihre Sachen und bricht in ihrem Wohnmobil auf, um ein Leben als moderne Nomadin zu erkunden. Dabei trifft sie viele Menschen, die genauso leben wie sie – von Job zu Job, von Parkmöglichkeit zu Parkmöglichkeit, frei und ungebunden.

 

Am Mo. 7. März 2022 um 20.00 Uhr:

Morgen gehört uns!

in Kooperation mit Plan International und der Ausstellung Mission 2030 des Landesmuseums Natur und Mensch
Dokumentarfilm von Gilles de Maistre, F 2020, 85 Min., FSK 0, empf. ab 10 J.
José Adolfo, Arthur, Aïssatou, Heena, Peter, Kevin und Jocelyn – so heißen die Kinder aus aller Welt, um die es in diesem Film geht. Sie haben erkannt, dass etwas um sie herum nicht stimmt. Ob Umweltverschmutzung oder fehlende Schulbildung, Obdachlosigkeit oder Kinderehen - sie lassen sich von keinem sagen, dass sie zu klein, zu machtlos oder zu unwissend sind, um gegen diese Ungerechtigkeiten zu kämpfen. Mit ihrem Mut und ihren Ideen schaffen sie es, Erwachsene zu überzeugen, Unterstützer zu finden und die Welt zu verändern. Über ihre Entschlossenheit und Durchsetzungskraft kann man nur staunen – und sich inspirieren lassen

Am Mo. 4. April 2022 um 20.00 Uhr:

Nowhere Special

Von Uberto Pasolini mit James Norton, Valene Kane, Keith McErlean u.a. GB 2020, 97 Min.
Eine Stadt in Nord-Irland. Der Fensterputzer John zieht seinen vierjährigen Sohn Michael alleine auf, seit die Mutter die Familie kurz nach der Geburt verlassen hat. Ihr Leben ist bestimmt von den täglichen Notwendigkeiten und Ritualen, geprägt von der tiefen Liebe zwischen Vater und Sohn. Was Michael nicht weiß: John hat Krebs. Ihm bleiben nur noch wenige Monate. Die will er nutzen, um eine neue Familie für Michael suchen, eine perfekte Familie.
Aber wie kann er seinem Sohn erklären, warum sie so viele merkwürdige Menschen besuchen? Kennt er seinen Sohn gut genug, um zu wissen, was der braucht? Langsam beginnt John zu begreifen, dass er keine Entscheidung für die Zukunft treffen muss, sondern eine für die Gegenwart. Gemeinsam mit Michael.
Bei seiner Weltpremiere in der Orizzonti-Sektion des Festivals von Venedig 2020 wurde das Drama „Nowhere Special“ mit dem Jurypreis des Premio Bisata d'Oro ausgezeichnet.

 

Am Mo. 2. Mai 2022 um 20.00 Uhr:

Online für Anfänger

Von Benoît Delépine & Gustave Kervern mit Blanche Gardin, Denis Podalydès, Corinne Masiero, F 2019,110 Min.
Seit der Trennung von ihrem Ehemann muss Marie ihre Möbel im Internet verkaufen, um über die Runden zu kommen. Zu allem finanziellen Übel fürchtet sie um den Respekt ihres jugendlichen Sohnes, sollte ein peinliches Sextape von ihr online gehen. Bertrands Tochter wurde Opfer von Cyber-Mobbing, während er selbst sich in die Stimme einer Callcenter-Agentin am anderen Ende der Welt verliebt hat und ihr kein noch so beklopptes Angebot ablehnen kann. Und schließlich Christine, die sich über schlechte Internet-Bewertungen wundert, die sie trotz aller Anstrengungen als Uber-Fahrerin mit ihrem Kleinwagen bekommt und ihr dadurch die erneute Arbeitslosigkeit droht.
Doch irgendwann reicht es - Marie, Bertrand und Christine haben die Fremdbestimmung durch die Übermacht der sozialen Medien und Techgiganten satt und sagen Silicon Valley den Kampf an!

Am Mo. 6. Juni 2022 um 20.00 Uhr:

Die Unbeugsamen

Dokumentarfilm von Torsten Kröner mit Herta Däubler-Gmelin, Ingrid Matthäus-Maier, Rita Süssmuth, Christa Nickels. D 2019/2020, 99 Min.
Die Unbeugsamen, das sind die Frauen in der Bonner Republik, die sich ihre Beteiligung an den demokratischen Entscheidungsprozessen gegenerfolgsbesessene Männer erkämpfen mussten. Unerschrocken, ehrgeizig und mit unendlicher Geduld verfolgten sie ihren Weg und trotzen Vorurteilen und sexueller Diskriminierung. Ihre Erinnerungen sind zugleich komisch und bitter, absurd und bisweilen erschreckend aktuell. Torsten Körner ist eine bewegende Chronik westdeutscher Politik von den 50er Jahren bis zur Wiedervereinigung gelungen.

Am Mo. 4. Juli 2022 um 20.00 Uhr:

Eine Handvoll Wasser

Von Jakob Zapf mit Jürgen Prochnow u.a., D 2020, 94 Min.
Konrad ist  85 Jahre, alleinstehend und meistschlecht gelaunt. Dramatischer geht es da bei Thurba mit ihren 11 Jahren zu. Als die Polizei vor der Tür steht, um die Familie in den Jemen abzuschieben, flüchtet sie kurzerhand über den Balkon. Nur wenn alle Kinder dabei sind, kann die Familie erst abgeschoben werden. In ihrer Not steigt sie ausgerechnet ins Konrads Keller ein. Als dieser die Geräusche der Nacht hört, bewaffnet er sich mit einer Nagelschusspistole und schießt im Dunkel der Nacht auf den vermeintlichen Einbrecher. Doch es ist kein Einbrecher, den er leicht verletzt, sondern Thurba. Widerwillig verbindet er ihr den Arm und will sie dann schnell wieder loswerden. Aber Thurba lässt sich nicht so einfach rausschmeißen. Und aus der anfänglichen Ablehnung wird eine zarte Freundschaft, die zu einem gemeinsamen Abenteuer führt.