Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter und der Evangelischen Stadtkirchenarbeit

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

Den Flyer dieser Filmreihe können Sie hier runterladen. (pdf),

 

Am Mo. 5. Sept. 2022 um 20.00 Uhr:

CONTRA

Von Sönke Wortmann mit Nilam Farooq, Christoph Maria Herbst u.a., D 2020, 103 Min.
Das war eine fremdenfeindliche Bemerkung zu viel: Professor Richard Pohl droht von seiner Universität zu fliegen, nachdem er die Jura-Studentin Naima Hamid in einem vollbesetzten Hörsaal beleidigt hat. Als das Video viral geht, gibt für Pohl nur eine Chance: Wenn es ihm, dem rhetorisch begnadeten Professor, gelingt, die Erstsemestlerin Naima für einen bundesweiten Debattier-Wettbewerb fitzumachen, wären seine Chancen vor dem Disziplinarausschuss wesentlich besser. Pohl und Naima sind entsetzt, doch mit der Zeit sammeln sie erste Erfolge – bis Naima erkennt, dass das Multi-Kulti-Märchen offenbar nur einem Zweck dient: den Ruf der Universität zu retten.
„Gekonnt und mit gutem Timing inszeniert, bietet Contra wunderbar geschliffene Dialoge und eine Art Rhetorik-Grundkurs fürs Publikum.“ Programmkino.de

Am Mo. 10. Okt. 2022 um 20.00 Uhr:

Woman - 2000 Frauen - 50 Länder - 1 Stimme

Dokumentarfilm von Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand, F 2020, 105 Min., OmU
Was bedeutet es in der heutigen Welt, eine Frau zu sein? In WOMAN erzählen Frauen ihre rührenden, bemerkenswerten und anregenden Geschichten, sprechen von Mutterschaft, Bildung, Sexualität, Ehe oder finanzieller Unabhängigkeit und über tabuisierte Themen wie Menstruation und häusliche Gewalt. Hunderte Geschichten kommen so zusammen zu einem intimen Porträt derjenigen, die die Hälfte der Menschheit ausmachen. Was WOMAN aber am meisten unterstreicht, ist die ungemeine Stärke der Frauen. Diese Stärke und ihre Fähigkeit, die Welt trotz aller Hindernisse und Ungerechtigkeiten zum Besseren zu verändern, berührt, inspiriert und macht Mut. Und so ist das Ziel des Films, nicht nur Rechte zu fordern oder sich auf die Probleme zu konzentrieren, sondern den Stimmen der Frauen endlich Gehör zu schenken und Lösungen zu finden!

Eine Vorstellung in Kooperation mit Plan International

Am Mo. 7. Nov. 2022 um 20.00 Uhr:

Nico

Von Eline Gehring mit Sara Fazilat, Sara Klimoska, Andreas Marquardt u.a., D 2021, 75 Min.
Die selbstbewusste Deutsch-Perserin Nico liebt ihren Job als Altenpflegerin und ist bei allen beliebt. Mit ihrer Freundin Rosa genießt sie den Berliner Sommer, bis ein rassistisch motivierter Überfall sie plötzlich aus dem Alltag reißt. Danach ist nichts mehr wie vorher, Nico zieht sich immer mehr zurück. Doch irgendwann muss sie versuchen, ihre Angst, Wut und Ohnmacht zu besiegen, um wieder auf die Beine zu kommen. Sie meldet sich im Karate-Studio von Andy an, um Kraft und Selbstbewußtsein zu trainieren. Aber ist das der richtige Weg?
Ein vielfach ausgezeichnetes Filmdebüt mit einer großartigen Sara Fazilat in der Titelrolle!

 

Am Mo. 5. Dez. 2022 um 20.00 Uhr:

Eine Nacht in Helsinki

Von Mika Kaurismäki mit Timo Torikka, Perti Sveholm u.a., FIN 2021, 90 Min.
Drei Männern kommen sich bei gutem Wein und tiefsinnigen Diskussionen in einer langen Nacht näher. Die Nacht könnte die letzte für die Kneipe sein, die wegen der Corona-Pandemie unter großem finanziellem Druck steht. Obwohl die Kneipe eigentlich geschlossen sein müsste, bietet Barmann Heikki seinem Freund Risto, einem Krankenpfleger, den Trost, den er nach einer tragischen verlaufenden Schicht braucht. Misstrauisch wird hingegen der Fremde beäugt, der ankommt und auf die Geburt seines Enkelkindes wartet – erst recht, nachdem im Radio von einem Mord in der Gegend berichtet wird. Aber Heikki und Risto haben ihre eigenen Geheimnisse und so könnte die Nacht in der Bar ihnen genau die Therapie bringen, die sie benötigen.
"Einmal mehr beweist Mika Kaurismäki sein Gespür für aktuelle Themen und Atmosphäre. Mika Kaurismäki verkörpert seit den achtziger Jahren zusammen mit seinem Bruder Aki quasi den zeitgenössischen finnischen Film. Gedreht wurde in dem Lokal, das die Brüder in Helsinki betreiben: der Corona-Bar!" Filmkunstfest Mecklenburg-Vorpommern

Am Mo. 9. Jan. 2023 um 20.00 Uhr:

Der Rausch

Von Thomas Vinterberg, Mads Mikkelsen, Thomas Bo Larsen u.a., DK 2020, 117 Min.
Früher war Martin Lehrer aus Leidenschaft – heute sind nicht nur die Schüler von seinem fehlenden Enthusiasmus gelangweilt, auch in Martins Ehe ist die Luft raus. Seinen drei Freunden, die an der gleichen Schule unterrichten, geht es nicht viel besser. Gemeinsam beschließen sie ein gewagtes Experiment mit offenem Ausgang: Getreu des norwegischen Philosophen Finn Skarderund, der vor rund 20 Jahren die umstrittene These aufstellte, dass jeder Mensch mit 0,5 Promille zu wenig Alkohol im Blut zur Welt kommt – ein solcher Alkoholwert also dem Idealzustand entspricht – wollen sie diese gewagte Äußerung auf ihre Realitätstauglichkeit testen und ihren Promillepegel fortan konstant auf 0,5 halten. Zunächst scheint sich für Martin alles zu bessern, doch der kontrollierte Exzess hat auch seine Schattenseiten und schlägt bald in bitterbösen Ernst um…
„… eine gleichermaßen komplexe wie faszinierende Studie darüber, wie Alkoholkonsum die Probleme unserer Gesellschaft widerspiegelt.“ Programmkino.de

Am Mo. 6. Febr. 2023 um 20.00 Uhr:

Trümmermädchen - Die Geschichte der Charlotte Schumann

Von Oliver Kracht mit Laura Balzer, Valery Tscheplanowa , Lena Urzendowsky u.a., D 2021, 126 Min.
Deutschland, 1946. Hunger, Trümmer, heimkehrende Soldaten. Charlotte ist schwanger, aber als ihr Geliebter heimkehrt will er weder sie noch sein Kind. Um ihn für sich zu gewinnen und der drohenden Schande zu entgehen, schreibt sie sich für den „Fräuleinkurs“ der Schauspielerin Gloria Deven ein, die im Faschismus ein aufstrebendes Filmsternchen war und nun Arbeitsverbot hat. Doch Gloria ist nicht daran interessiert, die im Krieg unnötig gewordene Koketterie der Mädchen wiederzubeleben. Stattdessen erweckt sie in Lotte die Sehnsucht nach etwas, das ihr zu lange schon verwehrt wird: Freiheit.
Trümmermädchen – Die Geschichte der Charlotte Schumann erzählt in intensiven, außergewöhnlichen Bildern von der Selbstermächtigung junger Frauen vor dem Hintergrund der Ruinen des 2. Weltkriegs und ist ein flammendes Plädoyer für Zusammenhalt und Schwesternschaft.

Am Mo. 6. März 2023 um 20.00 Uhr:

Die Odyssee - Die Geschichte einer Flucht

Dokumentarfilm von Florence Miailhe. F/CZ/D 2020, 84 Min.
Die Geschwister Kyona und Adriel leben in einem kleinen Dorf, umgeben von friedlichen Wäldern. Doch die Idylle trügt: Eines Nachts wird der Ort überfallen und die Familie ist gezwungen, vor der eskalierenden Gewalt zu fliehen. Als Kyona und Adriel bei einer Zugkontrolle von ihren Eltern getrennt werden, müssen sie ihren weiteren Weg alleine gehen. So beginnt eine heldenhafte Reise, die Kyona und Adriel über einen Kontinent voller Gefahren führt. Die beiden schließen neue Freundschaften, aber immer wieder holen sie der Krieg und ihre eigene Geschichte ein. Auf ihrer Suche nach etwas Sicherheit, lassen sie ihre Kindheit hinter sich – und werden allmählich erwachsen. Werden sie ihre Familie wiedersehen und in der Fremde ein neues Zuhause finden können?
Über Jahre hinweg arbeitete Florence Miailhe an ihrem eindrucksvollen Film Die Odyssee. Der mit Öl auf Glas gemalte Film ist ein Meisterwerk der Handarbeit, ausgesprochen charmant und eigen. Inspiriert von der Flucht ihrer Urgroßeltern aus Odessa schuf die Künstlerin einen Film, der Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen fasziniert.
„Der Film zur Stunde!“ FAZ