Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter und der Evangelischen Stadtkirchenarbeit

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

Den Flyer dieser Filmreihe können Sie sich runterladen. (pdf),

Programm bis März 2023

Programm April bis August 2023

Programm September 2023 bis Februar 2024

 

Am Mo. 5. Juni 2023 um 20.00 Uhr:

Alle reden übers Wetter

Von Annika Pinske mit Anne Schäfer, Anne-Kathrin Gummich, Max Riemelt, Sandra Hüller u.a., D 2022, 89 Min.
Clara hat es geschafft. Aufgewachsen in der ostdeutschen Provinz führt sie nun als Dozentin ein unabhängiges Leben in Berlin und macht ihren Doktor in Philosophie. Zwischen ihren beruflichen Ambitionen, einer Affäre mit einem ihrer Studenten und der fordernden Freundschaft zu ihrer Doktormutter Margot bleibt wenig Zeit für die Familie. Als Clara mit ihrer jugendlichen Tochter zum 60. Geburtstag ihrer Mutter Inge zurück in die Heimat fährt, wird sie mit ihrem Ideal von einem freien, selbstbestimmten Leben konfrontiert. Wie hoch ist der Preis, den sie dafür zahlen muss?
Für ihren Kurzfilm Homework gewann Annika Pinske den Deutschen Kurzfilmpreis. Alle reden übers Wetter ist ihr erster Langfilm und feierte Weltpremiere auf der Berlinale 2022.
„Mit ihrem Langfilmdebüt liefert Annika Pinske einen klugen, emotional ehrlichen, liebenswerten Film über eine Frau ab, die selbst aus sich etwas gemacht hat, die sich aber nun auch fragt, ob das der richtige Weg war. Landflucht und Stadttrott treffen hier aufeinander, ebenso wie Provinz und Metropole.“ programmkino.de

Am Mo. 3. Juli 2023 um 20.00 Uhr:

Meinen Hass bekommt ihr nicht

Vous n’aurez pas ma haine. Von Kilian Riedhoff nach dem autobiographischen Buch von Antoine Leiris. Mit Pierre Deladonchamps, Zoé Iori, Camelia Jordanan u.a. F/D/BEL 2022, 102 Min.
Die Nacht des 13. Novembers 2015 ändert für Antoine Leiris alles. Bei einem Attentat im Pariser Club Bataclan verliert er Hélène, die Liebe seines Lebens und Mutter seines erst 17 Monate alten Kindes. Noch völlig unter Schock trotzt er dem Terror und der Gewalt in einem bewegenden Social Media Post mit dem hoffnungsvollen Appell: „Meinen Hass bekommt ihr nicht!“. Seine Botschaft geht um die Welt und landet auf der Titelseite der Tageszeitung Le Monde. Im Ausnahmezustand zwischen medialer Aufmerksamkeit und unendlicher Trauer, muss Antoine sich nun - vor allem seinem Sohn Melvil zuliebe - in der neuen Realität zurechtfinden.
In Meinen Hass bekommt ihr nicht  geht es auch um Terror, mehr aber ist er ein emotionaler, berührender Film über die Trauer.

Am Mo. 7. August 2023 um 20.00 Uhr:

Nicht ganz koscher – Eine göttliche Komödie

No Name Restaurant. Von Stefan Sarazin, Peter Keller mit Luzer Twersky, Haitham Omari u.a.,
Die Wüste Sinai, eine winzige Straße, ringsum nur Sanddünen: Hier läuft Ben, ein ultraorthodoxer Jude, der von der Welt bisher nichts gesehen hat außer seiner religiösen Gemeinschaft. Ausgerechnet er kämpft sich mutterseelenallein durch die Wüste, in voller Montur mit Hut, Weste und Mantel. Ben hat keine Ahnung, dass er bald verdursten wird, wenn er sein Wasser für Waschzeremonien verschwendet. Aber er hat einen Schutzengel. Dieser kommt aus dem Land des Erzfeindes, fährt einen klapprigen Pickup, ist auf der Suche nach seinem Kamel und hat gar keine Lust, den versponnenen Trottel mitzunehmen. Aber  in der Wüste gelten eherne Gesetze. Der Beduine Adel darf einen Fremden nicht einfach so verdursten lassen. Vorwärts geht es für beide Männer also nur gemeinsam, aber wie vereint man ultraorthodoxe Religionspraktiken aus Brooklyn mit Beduinen- Pragmatismus aus dem Herzen der Wüste?
„…eine charmanten Ode an die Menschlichkeit.“ Programmkino.de

Am Mo. 4. September 2023 um 20.00 Uhr:

How to Blow Up a Pipeline

Von Daniel Goldhaber mit Ariela Barer, Kristine Froseth, Lukas Gage, Forrest Goodluck, Sasha Lane, Jayme Lawson, u.a., USA 2022, 100 Min.
Auf der Grundlage des gleichnamigen Sachbuchs des schwedischen Ökologen und Umweltaktivisten Andreas Malm fächert Daniel Goldhaber die verschiedenen Positionen zum Klimaaktivismus mittels vieler Filmfiguren auf. Einige haben die Folgen von Umweltverschmutzung selbst erlebt, andere sind frustrierte Klimaschützer*innen, denen radikale Methoden als einziges Mittel gegen die Klimakatastrophe erscheint. Ihr Plan ist die Sabotage einer Pipeline, um das Geschäft mit demÖl in Schieflage zu  bringen, und so für Veränderung zu sorgen, wo andere Formendes Widerstands an  ihre Grenzen stoßen. In einer Mischung aus Thriller und Psychogramm erzählt der Film von Aktivist*innen, die versuchen, die Welt zu retten.

Am Mo. 9. Oktober 2023 um 20.00 Uhr:

Die perfekte Kandidatin

in Kooperation mit Plan International

The perfect candidate. Von Haifaa Al Mansour mit Mila Al Zahrani, Dae Al Hilali u.a., Saudi-Arabien/ D 2019, 101 Min.
Maryam ist Ärztin in einer kleinen Stadt in Saudi-Arabien und muss sich täglich den Respekt der Mitarbeiter und der Patienten erkämpfen. Wütend macht Maryam auch der Zustand der Straße vor der Klinik. Eher aus Trotz bewirbt sie sich als Kandidatin für die Stadtrats-Wahl – und erkennt: würdesie gewählt, könnte sie wirklich etwas ändern. Mithilfe ihrer Schwestern tritt sie eine Kampagne los, die nicht zu übersehen  ist. An jeder Ecke lauern Restriktionen für Frauen – trotzdem wird Maryams Stimme lauter, ihre Auftritte mutiger, ihre Forderungen radikaler.

Am Mo. 6. November 2023 um 20.00 Uhr:

Schattenstunde – Jochen Kleppers letzter Tag

Von Benjamin Martins mit Christoph Kaiser, Beate Krist u.a., D 2021, 79 Min.
1942 lebt Jochen Klepper als christlicher Schriftsteller, Journalist und Dichter mit seiner jüdischen Frau Johanna und seiner jüdischen Stieftochter Renate in Berlin. Als die Ausreise seiner Frau und Stieftochter scheitert und ihre Deportation droht, wird Klepper vor die Alternative gestellt: Beruf oder Ehe. Klepper trifft eine Entscheidung, die mit ihm tausende Deutsche in Mischehegetroffen haben. So leise, dass selbst heute nur wenige davon gehört haben.
„Lässt den Atem stocken (…) Herausragend.“ DLF Kultur
„Ein kühner, aufwühlender, expressiver Film, für den der Regisseur hochverdient den wichtigsten deutschen Nachwuchspreis erhielt.“ Knut Elstermann, Radio Eins
Ausgezeichnet mit dem First Step Award für den besten Debüt-Film

 

Am Mo. 4. Dezember 2023 um 20.00 Uhr:

Living – Einmal wirklich leben

Von Oliver Hermanus mit Bill Nighy u.a., GB 2022, 102 Min.
London 1953: Mr. Williams ist ein Beamter, der nach Vorschrift handelt, jeden Idealismus verloren hat, und Vorgänge auch mal zu den Akten legt, wenn sie sich nicht klären lassen. So wie die Petition einiger Damen, diedie Stadt auffordern, in ihrem Viertel einen Spielplatz zu bauen. Doch dann erhält Mr. Williams eine erschütternde Diagnose: Er hat nur noch wenige Monate zu leben. Aber hat er im Alltagstrott nicht das Leben völlig verlernt? Und wie kann er es wieder lernen und aus der Zeit, die ihm noch bleibt, das Beste machen?
Living ist eine Adaption des Films Ikiru von Akira Kurosawa aus dem Jahr 1952.

Achtung: neuer Termin (vorher Mo. 8. Januar)

Am Mo. 15. Januar 2024 um 20.00 Uhr:

Matrix

Von Lara und Lilly Wachowski mit Keanu Reeves, Carrie-Ann Moss, Laurence Fishburne u.a., USA 1999, 135 Min.
Thomas A. Anderson ist ein unscheinbarer Programmierer bei einer weltweit erfolgreichen Softwarefirma. Keiner weiß, dass hinter seiner Fassadeder professionelle Hacker Neo steckt. Jedoch hat Anderson schon seit Jahren das Gefühl, dass mit seinem Leben etwas nicht stimmt. Und sein Gefühl trügt ihn nicht. Der mysteriöse Morpheus weiht ihn in ein Geheimnis ein: Die Welt, wie wir sie wahrnehmen, ist nichts als eine Computersimulation, die Matrix. Sie wird uns von Maschinen vorgespielt, während wir als deren Energiespender fungieren. Neo muss sich entscheiden: Will er weiter in einer Illusion leben oder will er die Realität dahinter ergründen? Er entscheidet sich für zweites und wird zur Schlüsselfigur einer Rebellion gegen die Roboter-Fremdherrschaft …

Am Mo. 5. Februar 2024 um 20.00 Uhr:

Der vermessene Mensch

Von Lars Kraume mit Leonard Scheicher, Girley Charlene Jazama, Peter Simonischek u.a.,Namibia/ D 2021, 110 Min.
Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts: Alexander Hoffmann ist Ethnologie-Doktorand an der Friedrich-Wilhelms-Universität. Im Rahmen der Deutschen Kolonial-Ausstellung lernt er Kezia Kambazembi kennen, die Dolmetscherin einer Delegation von Herero und Nama aus der Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Sie war angereist, um mit dem Kaiser über ihre schwierige Lage sprechen zu können. Stattdessen werden sie wie Zootiere vorgeführt, untersucht und vermessen. Hoffmann beginnt sich für die Herero und Nama und besonders für Kezia zu interessieren
und seine Ansichten widersprechen der gängigen Rassentheorie. Doch als er mit den deutschen Besatzern in die Kolonie reist, überschreitet auch er moralische Grenzen.