Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluß an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

 

 

Am Mo. 5. August um 20.00 Uhr:

Der verlorene Sohn

Boy Erased. Von Joel Edgerton nach dem Roman von Gary Conley. Mit Lucas Hedges, Nicole Kidman, Russel Crowe u.a., USA 2018, 115 Min.
Der 19-jährigen Jared wächst in einem Baptistenprediger-Haushalt in den amerikanischen Südstaaten auf. Als sein streng gläubiger Vater und seine Mutter von der Homosexualität ihres Sohnes erfahren, drängt der Vater ihn zur Teilnahme an einer „Konversationstherapie“. Jared lässt sich auf das entwürdigende Umerziehungsprogramm ein…
Eindrucksvoll erzählt dieser Film die wahre Geschichte vom mutigen Kampf eines jungen Mannes gegen Homophobie und für ein selbstbestimmtes Leben.
„Beeindruckende zweite Regiearbeit des Schauspielers Joel Edgerton, der sich dem Thema behutsam und doch mit einer klaren Haltung nähert. Er verfällt nicht in Klischees, zeigt die überforderten Eltern von Jared hin und her gerissen zwischen ihrem ideologischen Glauben und ihrer Liebe zu ihrem Sohn.“ Deutschlandfunk

Am Mo. 2. September um 20.00 Uhr:

Von Menschen und Göttern

Von Xavier Beauvois mit Lambert Wilson, Michael Lonsdale, Olivier Rabourdin, F 2010, 120 Min.
Dieser Film basiert frei auf dem Leben der Trappisten-Mönche im algerischen Tibhirine von 1993 bis zu ihrer Entführung 1996. In meditativen Bildern und im Rhythmus der Choralen gebeten des Ordens erzählt Regisseur Beauvois eine ergreifende Geschichte, in der Mut, Nächstenliebe und religiöse Werte als fundamentale Werte allgegenwärtige sind.
„Ein Meisterstück!“ Tagesspiegel
„Von Menschen und Göttern“ ist ein bewegendes Drama von großer Einfachheit, voller Poesie und visueller Anmut und gerade deshalb von einer Wucht, die noch lange nachklingt. Den ganzen Film hindurch zieht sich der Gedanke der altruistischen Nächstenliebe, der Hingabe für und an das Gute, bis in die allerletzte, denkbare Konsequenz. Kein einziger Moment ist hierbei pathetisch oder sentimental geraten, keine Geste zuviel, kein Wort unpassend.“ Filmecho


Am Mo. 7. Oktober um 20.00 Uhr:

#Female Pleasure

Dokumentarfilm von Barbara Miller, D/CH 2018, 101 Min., OmU

Fünf mutige, kluge und selbstbestimmte Frauen brechen das Tabu des Schweigens und der Scham, das ihnen die Gesellschaft oder ihre religiösen Gemeinschaften mit ihren archaisch-patriarchalen Strukturen auferlegen. Mit einer unfassbar positiven Energie und aller Kraft setzen sich Deborah Feldman, Leyla Hussein, Rokudenashiko, Doris Wagner und Vithika Yadav für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung aller Frauen und für ein gleichberechtigtes, respektvolles Miteinander unter den Geschlechtern ein, über jedwede gesellschaftliche sowie religiöse Normen und Schranken hinweg. Dafür zahlen sie einen hohen Preis – sie werden öffentlich diffamiert, verfolgt und bedroht, von ihrem ehemaligen Umfeld werden sie verstoßen und von Religionsführern und fanatischen Gläubigen sogar mit dem Tod bedroht. Und sie bleiben bewegend, intim und zu jedem Zeitpunkt positiv vorwärtsgewandt

 

 

Am Mo. 21. Oktober um 20.00 Uhr: in Kooperation mit Plan International

Das Mädchen Hirut

Difret. Von Zereesenay Berhane Mehari mit Meron Getnet, Tizita Hagere, Haregewine Assefa u.a., ÄT 2014, 99 Min.
Äthiopien im Jahre 1996. Die Anwältin Meaza Ashenafi kämpft mit ihrer Organisation für die Rechte der Frauen und Kindern in ihrem Land. Dabei legt sie sich immer wieder mit den Behörden in ihrem Land an. Als die Anwältin vom schrecklichen Schicksal der 14-jährigen Hirut hört, beschließt sie sofort den Fall anzunehmen. Das junge Mädchen wurde auf dem Heimweg von der Schule von einem älteren Landwirt gekidnappt und vergewaltigt, um sie gemäß der örtlichen Traditionen, der „Telefa“, anschließend zur Frau zu nehmen. Doch dem mutigen Mädchen gelang die Flucht und es tötete dabei seinen Peiniger. Nun droht Hirut die Todesstrafe. Um das Leben des Mädchens zu retten, muss Meaza den fast aussichtslosen Kampf gegen jahrhundertalte Traditionen und patriarchalische Glaubenssätze aufnehmen.
DAS MÄDCHEN HIRUT des äthiopischen Filmemachers Zeresenay Berhane Mehari beruht auf wahren Begebenheiten und sorgte für großes Aufshene. Er wurde von der UN-Botschafterin Angelina Jolie mitproduziert und gewann zahlreiche Publikumspreise, u.a. beim Sundance Filmfestival sowie der Berlinale.

Am Mo. 4. November um 20.00 Uhr:

Per Anhalter durch die Galaxis

The Hitchhiker's Guide to the Galaxy. Von Garth Jennings nach dem Roman von Douglas Adams. Mit Martin Freeman, Zooey Deschanel, Mos Def u.a., GB 2008, 108 Min., frei ab 6 J., OmU
Erdenbürger Arthur Dent erlebt einen wirklich miesen Tag. Erst steht sein Haus vor dem Abriss, dann erfährt er, dass sein bester Freund ) ein Außerirdischer ist und zu guter Letzt muss er feststellen, dass die Erde zerstört werden soll, um für eine Hyperraumroute im Weltall Platz zu schaffen. Arthur hat nur eine Chance, sein Leben zu retten: Er muss per Anhalter durch die Galaxis. Für das Raumfahrer-Greenhorn beginnt mit dem Ende der Welt das größte Abenteuer des Universums. Denn sein Kumpel Ford Prefct und er landen auf dem Raumschiff der höchst unangenehmen Vogonen, und müssen schnellstens irgendwie entkommen…

Am Mo. 2. Dezember, 20.00 Uhr:

Ailos Reise  

Ailo’s Journey. Dokumentarfilm von Guillaume Maidatchevsky, Sprecherin Anke Engelke, F 2018, 85 Min., frei ab 0 J., empf. ab 4 J.
Für das kleine Rentier Ailo ist die Welt ein großes Abenteuer! Geboren in der wilden Natur Lapplands, muss Ailo mit seiner Herde eine gefährliche Reise durch die gefrorene Taiga antreten. Jeder neue Tag bringt Überraschungen: Er trifft auf Polarfüchse, Adler, Eichhörnchen und Hermeline – harmlose Tiere und solche, die gefährlich sind. An der Seite seiner Mutter lernt Ailo zu überleben und wächst zu einem großen Rentier heran.
Ein Jahr lang begleitete Guillaume Maidatchevsky das kleine Rentier Ailo von seiner Geburt an. Herausgekommen ist ein wunderschöner Film mit großartigen Bildern.