Forum & Film

Forum & Film - eine Filmreihe in Kooperation mit dem Forum St. Peter

Gemeinsam mit dem Forum St. Peter der katholischen Kirche und in Kooperation mit der Evangelischen Kirchenarbeit zeigen seit Herbst 2009 eine Reihe von Filmen, die sich - weitgefasst - mit dem "Sinn des Lebens" auseinandersetzten. Leben ist mehr als das, was wir täglich erleben - so das Motto dieser Reihe. Im Anschluß an die Filmvorführung gibt es die Möglichkeit zu einem Gespräch.

 

 

Am Mo. 7. September um 20.00 Uhr:

Der unverhoffte Charme des Geldes

Von Denys Arcand mit Alexandre Landry, Maripier Morin, Rémy Girard u.a., CAN 2018, 129 Min.
Pierre-Paul – Kapitalismusgegner und Philosoph, der als Paketbote arbeitet und in der Suppenküche aushilft - kommt durch einen nicht ganz legalen Zufall an viel Geld. Doch wohin damit?  Etwas Sinnvolles damit tun, es zurückgeben oder gar der Verlockung nachgeben und es selbst behalten? Bald sind ihm nicht nur die Mafia und das Finanzamt, sondern auch zwei gewiefte Polizisten auf den Fersen, denn alle haben ein verdächtig großes Interesse an seinem neuen Reichtum.
Jaja, das liebe Geld. Es macht die Menschen gierig, zerstört Liebe und Freundschaft. Vor allem ist es sehr ungerecht verteilt. Wer Geld hat, wird immer reicher, und wer keines hat, hat keine Chance, jemals welches zu bekommen. Es sei denn …? Eine humorvolle satirische Kritik am Turbokapitalismus, die einem mitunter den Spiegel vorhält.

Am Mo. 5. Oktober um 20.00 Uhr:

Für Sama

Von Waad al-Katea und Edward Watts. GB 2019, 95 Min., OmU
Zu Gast: eine Vertreterin/ ein Vertreter der Deutsch-Syrischen Gesellschaft Oldenburg
Für Sama ist eine Liebeserklärung einer jungen Mutter an ihre Tochter. Der Film erzählt die Geschichte von Waad al-Kateabs Leben in Aleppo: angefangen von den Aufständen in der syrischen Stadt bis hin zur Geburt ihrer Tochter Sama – inmitten eines katastrophalen Krieges. Waad al-Kateab liefert unfassbare Bilder über Verlust, Freude und Überleben – und über allem schwebt die Frage: soll sie aus der Stadt fliehen, um das Leben ihrer Tochter zu beschützen? Auch wenn das Verlassen des geliebten Heimatlandes bedeuten würde, den Kampf für die Freiheit aufzugeben…
Für Sama entstand unter Mitwirkung des Dokumentaristen Edward Watts. Ihr Film ist nicht nur ein Appell gegen den Krieg, sondern ein Weckruf an die Welt und wurde bereits vielfach ausgezeichnet!

Am Mo. 2. November um 20.00 Uhr:

Systemsprenger

Von Nora Fingscheidt mit Helena Zengel, Albrecht Schuch, Lisa Hagmeister, Gabriela Maria Schmeide u.a., D 2019, 125 Min.
Zu Gast: Dr. Menno Baumann, der das Drehbuch und den Film fachlich begleitet hat
Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei Benni will nur Liebe, Geborgenheit und bei ihrer Mutter wohnen. Als letzte Möglichkeit versucht Anti-Gewalttrainer Micha sie aus der Spirale von Wut und Aggressionen zu befreien…
„Systemsprenger ist eine Wucht von einem Film und geht mächtig unter die Haut!“ heute-journal

Mo. 7. Dezember um 20.00 Uhr:

Kiss Me Kosher

Von Shirel Peleg mit Moran Rosenblatt, Luise Wolfram, Rivka Michaeli, Juliane Köhler u.a., D 2019, 106 Min.
Die quirlige jüdische Großmutter Berta und ihre nicht weniger leidenschaftliche Enkelin Shira streiten inniglich über die Liebe und darüber, was Frau darf und was nicht. Vor allem als sich ihre geliebte Enkeltochter ausgerechnet für Maria, eine Deutsche, entscheidet. Die beiden jungen Frauen machen richtig ernst – sie wollen heiraten. Das Chaos ist perfekt, als die Eltern von Maria aus Deutschland auf die Mischpoke in Jerusalem treffen. So unterschiedlich beide Familien sind, so einig sind sich alle in einem Punkt: Die Hochzeit muss geplant werden! Nur eine versucht mit allen Mitteln diesen Bund des Lebens zu verhindern – Berta. Für sie ist eine Ehe zwischen einer Israelin und einer Deutschen ein Ding der Unmöglichkeit. Obwohl auch sie mit dem Palästinenser ein recht unkonventionelles Liebesglück gefunden hat, das sie allerdings vor der Familie geheimhält. Aber wie lange kann das noch gutgehen?
Flottes Tempo, pfiffige Dialoge, reichlich Situationskomik und ein Zusammenprall der Kulturen und ungleichen Familien – die Komödie Kiss Me Kosher sprudelt nur so vor Charme und Chuzpe!