Cinéfête 22

Cinefete 22 - 
vom 12. bis 25. Januar 2023 im Casablanca – Kino

Endlich wieder Cinéfête  – nach den coronabedingten Einschränkungen freuen wir uns sehr, Ihnen die nächste Cinéfête ankündigen zu können! Bereits zum 22. Mal tourt die Cinéfête, das französische Schulfilmfestival, in diesem Schuljahr durch rund 100 deutsche Kinos und wir sind mit dabei!

Die cinéfête 22 besteht aus acht Filmen, die sich an verschiedene Lernstufen und Altersgruppen richten. Das Programm ist vielfältig, über Komödie, Drama und Dokfilm ist alles dabei. Freuen Sie sich also auf ein spannendes, abwechslungsreiches Filmprogramm. Alle Filme laufen in der französischsprachigen Originalfassung mit deutschen Untertiteln, einige auch im Original ohne Untertitel. Der Eintrittspreis beträgt 5,00 €.
Das Festival findet bei uns über einen Zeitraum von 14 Tagen vom 12. bis zum 25. Januar 2023 statt.


Die Filmvorstellungen bieten wir In den Vormittags- und frühen Nachmittagsstunden im 2-Stunden-Takt bzw. nach Absprache an: gegen 8.00/  8.30 Uhr, gegen 10.30/ 11.00 Uhr, gegen 13.00 Uhr und gegen 14.00 Uhr.
Bei der Koordinierung der Vorstellungen versuchen wir dennoch, uns so weit wie möglich nach den Wünschen der Schulen zu richten. Rufen Sie gerne an (0441-884757) oder schicken Sie eine Mail an Doris Janßen - janssen(at)casablanca-kino.de.
Zu jedem Film gibt es Unterrichtsmaterialien. Diese pädagogischen Dossiers sowie inhaltliche Angaben zu den Filmen können Sie sich auch unter www.cinefete.de herunterladen. Den Flyer mit dem kompletten Programm finden Sie hier.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

La vie de château & Maman pleut des cordes

Zwei Animationsfilme, F 2019/ 2021, zusammen 58 Min., Frz. OmU empf. ab 7 J.
Zwei animierte Kurzfilme für das jüngere Publikum, die anch typischer französischer Art mit ihrer Kreativität und Liebe zum Detail überzeugen.

La Traversée – Die Odyssee

Drama, Animationsfilm, F/CZ/DE 2021, 84 Min., Frz. OmU, Frz. ohne Untertitel, empf. ab 12 J.
Die universelle Geschichte von Flucht und Vertreibung, gesehen durch Kinderaugen, wird hier zu einem einzigartigen Kunstwerk
Als das Leben in ihrem Dorf zunehmend gefährlich wird, werden die 13 Jahre alte Kyona und ihr jüngerer Bruder Adriel zur Flucht gezwungen. Ihr Weg ist geprägt von Ungewissheit und Orientierungslosigkeit, vor allem aber von den vielen verschiedenen, nicht immer wohlwollenden Menschen, denen sie begegnen. Durch die unbekannte Herkunft der Geschwister wird der Film zur universellen Geschichte einer Realität, der jährlich Millionen von Menschen ausgesetzt sind. Die Ästhetik der Bilder, die mit Öl auf Glas gemalt wurden, tut ihr Übriges, um LA TRAVERSÉE zu einem außerordentlichen, emotionalen Erlebnis für Jung und Alt zu machen.

Un Triomphe

F 2020, 106 Min., FSK 12, empf. ab 13 J., Frz. OmU, Frz OV (ohne Untertitel)
Die unwahrscheinliche (aber wahre) Geschichte einer Theaterinszenierung hinter Gittern, angereichert mit typisch französischem Humor
Étienne ist Schauspieler aus Leidenschaft. Doch leider fehlt ihm eine Aufgabe. Um nicht ganz einzurosten nimmt er eine außergewöhnliche Mission an: Als Leiter eines Theater-Workshops in einem Gefängnis inszeniert er Samuel Becketts “Warten auf Godot” und führt die bunte Truppe an Insassen unerwartet zum Erfolg. Als man auch außerhalb der Gefängnismauern auf Interesse stößt und die Stimmung in der Gruppe besser und besser wird, plant Étienne eifrig eine große Zukunft. Allerdings muss er auch nicht jeden Abend zurück in eine Zelle.

 

Un vrai bonhomme

F/BEL 2019, 88 Min., empf. ab 13 J., Frz OmU
Ein gelungener Spagat zwischen Teeniekomödie und Familiendrama stellt die Frage: Was heißt es, ein echter Mann zu sein?
Einige Jahre sind vergangen, seit Tom seinen Bruder Léo bei einem Autounfall verloren hat. Gerade jetzt, zum Start in einer neuen Schule, braucht Tom den Rat eines großen Bruders, zum Glück ist Léo bei ihm, zumindest im Geiste. Wie von einem Engel auf der Schulter bekommt Tom Ratschläge, auch wenn es um die bezaubernde Clarisse geht. Doch vielleicht sind die Ansichten des draufgängerischen Bruders nicht immer richtig für den introvertierten Tom? Und überhaupt: Gibt es denn nur einen Weg, um ein "richtiger" Kerl zu sein und die Mädchen zu beeindrucken?

Fragile

F 2021, 99 Min., Frz. OmU, empf. ab 13 J.
Az lebt in der malerischen südfranzösischen Hafenstadt Sète und lässt die Seele baumeln, wie es sich für einen jungen Menschen gehört. Mit einem Heiratsantrag an seine Freundin Jessica möchte er sein Glück perfekt machen, doch leider hat Jessica andere Pläne. Nach einer herben Abfuhr weiß Az nicht, wohin mit sich. Zum Glück bringen seine Familie, seine Freunde und natürlich die attraktive Lila ihm bei, dass es selbst als Mann heutzutage okay ist, gelegentlich zu weinen. Dass die Lektionen immer einfach sein würden, hat allerdings niemand behauptet.

La Cravate

Dokumentarfilm, F 2020, 97 Min., Frz. OmU, empf. Ab 15 J.
Ein außergewöhnliches Porträt über einen jungen Mann, der sich in einer rechtskonservativen Partei engagiert
In einem dunklen Raum nimmt der 20-jährige Bastien in einem Sessel Platz und öffnet ein Buch. Darin stehen Teile seiner Lebensgeschichte, die er im Laufe des Films vorlesen wird. Er berichtet von seiner Kindheit, seiner Familie und schließlich auch davon, wie er zu einem engagierten Mitglied einer rechtskonservativen französischen Partei wurde, was er sich davon erhofft und wie er in die Zukunft blickt. In Form eines langen Interviews blickt der Dokumentarfilm ohne Dramatisierung auf die Strukturen einer rechtsgerichteten Partei und wie sie junge Mitglieder anwirbt und behandelt.

Lola vers la mer – Lola und das Meer

F / BEL 2019, 90 Min., Frz. OmU, FSK 12, empf. ab 15 J.
Ein modernes Familiendrama über Identität, Geschlecht und Akzeptanz, in dem die Gräben kaum tiefer sein könnten.
Lola ist 18 und lebt ein eigenständiges Leben als angehende Veterinär-Assistentin. Der Kontakt zu ihrem Vater brach vor zwei Jahren ab, Grund war das Outing von Lola als Frau. Die Distanz, mit der Beide augenscheinlich zufrieden sind, droht zu verschwinden, als Ehefrau und Mutter Catherine stirbt. Lola nimmt sich fest vor, den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen, doch dafür muss sie mit ihrem Vater zur belgischen Küste fahren. Das perfekte Rezept für eine Katastrophe, oder können sich Vater und Tochter trotz allem wieder annähern?

Petit Pays

F/ BELK 2020, 111 Min., Frz. OmU, empf. ab 15 J.

Die Geschichte einer verlorenen Kindheit in Burundi basiert auf dem gleichnamigen autobiographischen Roman von Gaël Faye.
Gaby ist 10 Jahre alt und lebt mit seiner Schwester Ana in Burundi eine unbeschwerte Kindheit. Im benachbarten Ruanda werden die Unruhen zwischen den Hutu und Tutsi immer turbulenter und langsam aber sicher wird auch Gabys Familie in Mitleidenschaft gezogen, denn als Tutsi ist seine Mutter Teil einer Minderheit und in Gefahr. Vor dem Hintergrund des ruandischen Völkermords in den 90ern zeigt der Film eindrucksvoll ein junges Leben, das durch ethnische und soziale Konflikte seiner Unschuld beraubt wird