Psychoanalyse & Film

Schon im elften Jahr in Folge stellen Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker aus der Region in den kommenden Monaten ausgewählte Filme vor. Im Anschluss an die Filmvorführung werden sie in einem Vortrag ihre – psychoanalytische – Sicht auf den Film präsentieren und mit dem Publikum diskutieren.

Karten können Sie ab einer Woche vor der jeweiligen Veranstaltung reservieren oder kaufen.

Hier finden Sie alle Termine als pdf zum herunterladen...

15. April 2019, 19.30 Uhr:

Christa Hoffmann, Psychoanalytikerin DPV/IPA

In den Gängen

Von Thomas Stuber, mit Franz Rogowski, Sandra Hüller, Peter Kurth u.a., D 2017, 120 Min..
Christian ist neu im Großmarkt. Schweigend taucht er in das unbekannte Universum ein: die langen Gänge, die ewige Ordnung der Warenlager, die surreale Mechanik der Gabelstapler. Bruno der Kollege aus der Getränkeabteilung, nimmt sich seiner an, zeigt ihm Tricks und Kniffe, wird ein väterlicher Freund. Und dann ist da noch Marion von den Süßwaren, die ihre kleinen Scherze mit Christian treibt. Als er sich in sie verliebt, fiebert der ganze Großmarkt mit. Doch Marion ist verheiratet – aber nicht sehr glücklich, wie es heißt. „Präzise, mit starken Bildern, lakonischem Witz und liebevoll entworfenen Figuren.“ Spiegel Online

20. Mai 2019, 19.30 Uhr:

Christian Warrlich, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, Gruppenanalytiker – DGPT, D3G

Foxtrot

Von Samuel Moaz, mit Lior Ashkenazi, Sarah Adler, Yonatan Shiray, Gefen Barkai, Dekel Adin u.a., ISR 2017, 113 Min.
Ein Klopfen an der Tür verändert das Leben des wohlsituierten Tel Aviver Architekten Michael und seiner Frau Dafna. Die Nachricht vom Tod ihres 19-jährigen Sohnes Jonathan, der gerade seinen Militärdienst leistet, wirft Leben, Psyche und Ehe des Paars aus der Bahn. Getrieben von tiefer Trauer und Verständnislosigkeit entwickelt sich in Michael ein Sturm aus rasender Wut, geprägt von Unsicherheiten und Traumata. Doch plötzlich nimmt die Geschichte eine unvorhersehbare Wendung, die das Schicksal der ganzen Familie in eine neue Richtung lenkt.
„Mit seinem Antikriegsfilm „Foxtrot“ hat Samuel Maoz ein unentrinnbares Drama des Absurden geschaffen.“ Süddeutsche Zeitung